Pimp my A6

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haegar
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Pimp my A6

Beitrag von haegar » Do 28. Jun 2018, 22:34

Hallo,
im Vorstellungsthread habe ich meinen A6 ja schon kurz präsentiert. Da das gleich einige Fragen ausgelöst hat, will ich hier auf die Erfahrungen und Änderungen nach und nach noch mal etwas detailierter eigen.

Neben diversen Kleinigkeiten war die erste große Modifikation die Erhöhung der Stabilität. Das Acrylgestell des A6 ist zwar nett, aber die ganze Angelegenheit ist doch arg weich und verzieht sich bei mechanischer Belastung ganz schön. Mit die ersten Teile, die ich gedruckt habe, waren daher Teile zum Fixieren des Rahmens auf einer Grundplatte.

Eine gute Lösung für den Frontbereich findet man unter
http://www.thingiverse.com/thing:1896013

Wenn man das thermische Schrumpfen der Teile beim Abkühlen richtig in der Drucker-Kalibrierung berücksichtigt (ich fahre bei PLA mit ca. 0.4% ganz gut) passen die Teile auch.
DS3_2236k.jpg
So sieht die Frontbrace montiert aus.
Unter https://www.thingiverse.com/thing:2084786 gibt ein passendes Gegenstück für den hinteren Bereich.
Als Grundplatte habe ich eine dicke Siebdruckplatte genommen.

Nun ist das ganz nett, einen wichtigen Beitrag zur Stabilität liefert aber auch eine Fixierung des Portals. Das geht gut über neue Z-Motorhalterungen.
DS3_2243k.jpg
Die Halterungen stammen aus

https://www.thingiverse.com/thing:2620320

Soweit ist das alles in PLA von Das Filament gedruckt.


Gruß aus Teltow

Achim

haegar
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Pimp my A6 - die Z-Achse

Beitrag von haegar » Do 28. Jun 2018, 23:15

Es ist überhaupt ein Ärgernis, mit welchen Toleranzen der Drucker gefertigt ist. War schon das Justieren des Acrylrahmens aufwändig und erforderte die Ausnutzung aller Freiräume, die die "Schleuderpassungen" zuließen, um halbwegs winklig zu sein, so waren die Stangenführungen noch schlimmer. Alle Führungsstangen schlackerten in ihren Bohrungen, so dass das Einschieben von Folienstreifen in die Bohrungen nötig war, um für die Stangen einen halbwegs festen SItz zu gewährleisten. Auch waren die zwei Stangen der x-Achse etwas zu lang. Es war auch schwierig einen gut passenden Riemenspanner für die X-Achse zu finden.
DSC_6017k.jpg
Mit der erste Lösung (Thingiverse 1869261) war ich nicht wirklich zufrieden. Weiterhin schlackerten die Trapezspindeln ziemlich und lösten teilweise heftiges z-Wobbeling aus. Das war zwar letztlich nur auf ein paar Schrauben des Rahmens zurückzuführen, die sich gelockert hatten, und war damit leicht behebbar, aber insgesamt wollte ich was anderes haben.

Nach einigem Suchen wurde ich fündig. Unter Thingiverse 2831084 findet man ein komplett anders designten Z-Schlitten, der mit Klemmungen für die Führungsstangen ausgerüstet ist.
DSC_5778k.jpg
Im ersten Anlauf ging das zwar nicht, die Klemmungen haben nicht richtig geklemmt, aber das war kein Problem. Der Autor ("runtimeerror") hatte das ganze in SCAD parametrisch konstruiert, so dass es ziemlich simpel war, die Toleranzen für die Bohrungen um 0,1mm zu verringern - und schon stand einem Einsatz der neuen Z-Schlitten nichts mehr im Wege.
DS3_2126k.jpg
Gedruckt sind die Z-Wagen mit Janbex PLA, mit dem ich aber überhaupt nicht zufrieden bin. Das vorher verwendete DF-Filament verlangte zwar recht hohe Drucktemperaturen (ca. 215 Grad), war aber ansonsten gegenüber den Einstellungen ziemlich tolerant. Bei Janbex habe ich jetzt ein kg durch und habe immer noch keinen gescheiten Parameterraum gefunden - aber vielleicht bin ich auch nur zu blöd. Was aber richtig ärgerlich ist, ist der Alterungsprozess. Das Material wurde im Laufe der Zeit immer spröder und es kam regelmäßig zu Spontanbrüchen. Meist traten die 1-2-cm oberhalb des Extruders und direkt an der Rolle auf, also überall da, wo das Filament aus der "Wickelspannung" in eine Gerade gezwungen wurde. Da reichten wenige Stunden Stillstand und schon machte es knack ...
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Pimp my A6 - Die Trapezspindeln und Kupplungen

Beitrag von haegar » Do 28. Jun 2018, 23:36

Bei dem Z-Wobbeling hatte ich die armen Dinger ganz zu Unrecht im Verdacht. Eine Spindel lief sauber, die andere aber schlug recht heftig. Ein Austausch der Spindelmuttern brachte da genauso wenig, wie der Austausch der Spindeln selbst. Alle 4 waren gerade ...

Beii den diversen Umbauten habe ich aber festgestellt, dass die Justierung der Wellenkupplungen hier eine große Rolle spielt. Durch simples Verdrehen ließ sich von fast perfektem Rundlauf bis zum richtigen Eiern alles einstellen. Die erste Bestellung von neuen Kupplungen (Klauenkupplungen auf Anraten eines mechanisch bewanderten Kumpels) ging in die Hose. Die Amazon-Bestellung landete in China, die Teile kamen aber nie an. Das Geld bekam ich zwar zurück, aber die Zeit war erst mal futsch. Der zweite Anlauf wurde bei einem deutschen Shop gemacht - die Lieferzeit war auch erfreulich kurz, die Teile stammen aber sicher auch aus China oder so. Die 8mm Seite für die Trapezspindeln war ok, aber die 5mm Seite für die Motorwellen war mit 4,9mm schlichtweg 1/10mm zu klein und ließ sich auch mit sanfter Gewalt nicht auf die Wellen schieben. Ich musste die 5mm-Seite erst einmal auf Nennmaß aufbohren.
DS3_2243k.jpg
HIer ist noch alte Kupplung montiert, die neue steht davor.
Der Rundlauf scheint zwar gleichmäßiger und etwas besser zu sein, aber wirklich gelohnt hat sich das nicht ...
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Pimp my A6

Beitrag von Borg » Fr 29. Jun 2018, 16:19

Ja, die billigen Kuppler sind für unsere Zwecke denkbar ungeeignet.

Ich hab mir diese Kupplungen ausgedruckt: https://www.thingiverse.com/thing:602481 "Self-centering tapered-thread Z-axis coupling [v2]"
Die zentrieren die Welle schön. Etwas knifflig zu drucken, funktionieren aber richtig gut!



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Beitrag von haegar » Do 12. Jul 2018, 22:40

ja, was habe ich sonst noch so gemacht?

Glasplatte als Druckbett: Mit dem Klebeband konnte ich nie gescheit leveln. Entweder ich bin immer irgendwo auf der Fläche im Krepp hängengeblieben, oder ich war zu weit weg ... Da halfen auch die Rändelmuttern nicht, auch wenn das Leveln damit erheblich leichter geht.
Erst habe ich zum Festklemmen der Glasplatte Foldback-Klammern genommen. Nachdem ich ein paar mal mit der Düse in die Dinger reingesemmelt bin, bin ich auf die Klemmen von Bohrers umgestiegen.
DS3_2127k1.jpg
Da ich damals leider nur eine 215x215 Platte bekommen habe, geht das aber nur an 3 Ecken, in der vierten Ecke verrichtet noch ein Foldbackklammer ihren Dienst. Das ist ein Punkt, den ich bei Gelegenheit noch ändern will. Drei-Punkt Leveln steht auch noch auf dem Zettel.

Haftungspobleme gibt es seitdem (fast) keine mehr. Ich mache die Platte vor jedem Druck mit Brennspiritus sauber und heize für die ersten beiden Layer auf 65 Grad, dann gehe ich meist runter auf 55 Grad (PLA und TPU). Damit habe ich kein Warping mehr und wenn das Heatbed auf unter 40 Grad abgekühlt ist, fallen PLA-Teile fast von allein ab. Für TPU muss man auf ca. 30 Grad runter, aber dann lassen sich die Teile auch gut lösen.

Der X-Riemenspanner ist in den rechten z-Wagen integriert, für die Y-Achse habe ich den hier genommen.
DS3_2236k.jpg
Dieser Riemenspanner passt auch gut zur Frontbrace.

Für den Bauteile-Lüfter bin ich nach einigen Versuchen dann doch wieder bei der Ringdüse gelandet.
DS3_2130k.jpg
Das Original schlackert zwar meist ein bisschen in der Aufnahme der Lüfters, aber man kann die ja beim Drucken etwas skalieren (ca. 101% in der Querrichtung des Luftschachts). Und wenn es gar nicht geht, hilft ein Streifen dünner Kunststofffolie.

Elektrisch habe ich (noch) nichts verändert. MOSFets liegen da, waren aber bisher nicht nötig. Auch der Stecker zum Heizbett verrichtet klaglos seinen Dienst ohne zu schmurgeln. Der Anschluss muss halt richtig aufgesteckt werden. Ein Arduino/RAMPS Board liegt auch schon bereit für den Umstieg auf Marlin - aber wie heißt das so schön: "never change a running system". So langsam glaube ich, das spare ich mir für einen Drucker Neubau auf - einen AM6 oder einen HEVO (oder beides :roll: ?)
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Beitrag von red-orb » Fr 13. Jul 2018, 06:22

Du bist sehr Leistsinnig mit deinem Heizbettstecker.
Es geht nicht darum den Stecker richtig aufzustecken
Es geht darum, das diese Art von Stecker nicht für Ströme wie sie das HB zieht ausgelegt sind.
Auch die Kontakte innerhalb der Stecker sind nicht wirklich fest es reicht eine leichte Bewegung der Kontaktflächen und es fängt an zu schmoren.
Tu Dir einen Gefallen und löte die Kabel direkt an oder benutze wenn es Steckbar sein soll Hochstromstecker.


Gruß Kai

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Beitrag von BernhardS » Fr 13. Jul 2018, 17:40

Hattest du zuvor bei PLA Warping, als du bei niedrigeren Temperaturen gedruckt hast? Ich habe soetwas noch nie gesehen, und dachte, dass PLA eigentlich auch unproblematisch auf unbeheizten Betten druckbar ist (gibt ja auch viele Drucker ohne Bett-Heizung).
Ferner verstehe ich nicht recht, ob es wirklich einen Vorteil bringt, die Temperatur nach den ersten Layern zu ändern, ich wäre rein gefühlsmäßig davon ausgegangen, dass es am sichersten sein müsste, eine möglichst gleichförmige Temperatur zu verwenden, damit der Zusammenhalt möglichst gut ist. Das soll keine Kritik sein, ich würde es nur gerne verstehen. Ich selbst drucke aktuell mit 50 Grad, aber ich vermute, dass ich durch ein kühleres Bett vielleicht noch viel Strom sparen könnte, ohne irgendwelche Schwierigkeiten zu bekommen - vielleicht teste ich das irgendwann mal.

Meine gedruckte Luftführung hat übrigens auch nicht gepasst, darum habe ich sie schon seit einem Jahr rumliegen - geht auch mit dem Original sehr gut.



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Beitrag von haegar » Fr 13. Jul 2018, 21:11

Ja, ich hatte immer wieder bei größeren Teilen das Problem, dass die Ecken hoch kamen. Da ich keine Lust auf Haarspray oder Klebestift hatte, habe ich das mit Temperatur gelöst. Meist reichen 60 Grad, mit 65 Grad liegt man auf der sicheren Seite. Wichtig ist das nach meiner Erfahrung nur bei den ersten 1-2 Schichten, dann kann man etwas mit der Temperatur runtergehen. Der angenehme Nebeneffekt ist, das die Teile beim Abkühlen fast von allein abspringen.

Gearbeitet habe ich bisher mit PLA von Das Filament (weiß und orange) und Janbex (schwarz). Das Filament braucht etwas höhere Temperaturen, lässt sich dann aber problemlos drucken, mit Janbex komme ich dagegen gar nicht klar. TPU von Smartsaint funzt damit auch gut.


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Beitrag von BernhardS » So 15. Jul 2018, 15:18

Vielleicht liegt es wirklich daran, dass ich zu wenige große Objekte drucke. Vielleicht ist aber auch dein Glas nicht eben (habe ich schon häufig von gelesen), so dass der Abstand zur Düse außen größer ist?!
Ich erinnere mich jetzt doch, dass sich bei mir auch einmal etwas abgelöst hatte, aber wenn ich mich richtig erinnere, habe ich das Problem damit beseitigt, die Düse näher ans Glas zu bringen...



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Beitrag von haegar » So 15. Jul 2018, 20:31

Nö, das Glas ist Plan genug. Es war auch keine Ablösung im großen Stil, aber die Ecken und Kanten kamen öfter mal so 1-2 mm weit (von der Kante ins Druckobjekt rein gemessen) 2-3 Zehntel hoch. Das spielt ja meist überhaupt keine Rolle, hat mich aber trotzdem gestört, insbesondere wenn die Unterseite Sichtfläche ist.


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Re: Pimp my A6

Beitrag von dieselraser » Mo 16. Jul 2018, 06:45

Moin,
Da ich leider meinen Z-Achsenhalter zerlegt habe, bevor ich das Stichmaß gemessen habe, bräuchte ich mal Hilfe.
Kann jemand beim Anet A6 das Maß messen zwischen Gewinde und Führung, und es hier reinschreiben? Es müsste zwischen 23 und 23,5 mm sein.
Danke

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Beitrag von haegar » Mo 16. Jul 2018, 16:03

Bin leider nicht im Lande und komme an den Drucker nicht ran Heute wird das wohl nix mehr.
Nur um sicher zu gehen Du meinst den Abstand Trapezspindel - Führung?


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Pimp my A6

Beitrag von haegar » Di 17. Jul 2018, 09:34

Moin,
wenn ich die Schlackermaße meiner alten z-Wagen richtig mittle, sind das 23mm


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