Teflonschlauchschneider

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AndreasThaler
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Teflonschlauchschneider

#1

Beitrag von AndreasThaler » Sa 16. Feb 2019, 02:32

Mahlzeit!
Nachdem ich mich mit meinem Ender 3 mal um die Underextrusion unterhalten habe, mal eine Zusammenstellung, wie Schnittwerkzeuge für Teflonschläuche so zurecht kommen:
Nicht repräsentativ, vollkommen subjektiv, aber vielleicht hilfreich.
Das Ziel ist wohl ein sauberer 90 Grad-Schnitt in 2 Achsen. Also etwas, was keinen noch so kleinen Spalt für flüssiges Filament im z.B. Creality Hotend (das Ding schiebt den Schlauch bis zur Nozzle) bietet.
Als Kandidaten treten an:
1. Der Schnelle, sofort Bereitstehende: Der Klippy, der "Nagelschneider", der schon mit dem Drucker geliefert wurde. Versatil, gerade, nett
2. Das Cuttermesser: das beim Auspacken schon so gut geholfen hat. Gerade, scharf, hart
3. Der Rohrschneider: Haben einige zu Hause. Hat bei vielen Rohren sehr gute Dienste geleistet. Kein Rohr hat je geleckt
4. Das Skalpell: In vielen Variationen, scharfes Teil, alle haben Achtung vor ihm.
5. Das Spezialprodukt der Schlauchschneider: der Silverline-Schlauschschneider


Runde Eins: (Eher zur Belustigung)
Klippy gegen den Schlauch:
Klippy gewinnt gegen den Schlauch, nachdem er ihn in die Quetsche genommen hat Ist Wrestling olympisch? :
klippi.jpg
Runde Zwei: Jetzt wird es ernst: Cutty, der scharfe, auf der neuesten Klinge
Aber Ach, er kommt, trotz oder vielleicht wegen der 90 Grad-Lehre nicht auf den Punkt: Die Klinge ist zu kurz, es bleibt ein Knubbel am Ende, ausserdem, sehr wackelig:
cutter.jpg
Nächste Runde: Der Profi - Der Rohrschneider: Ihm kann keiner widerstehen!
Erste Runde... ohhh ja... Der Schlauch wird nicht gequetscht, sauberer Schnitt... Zweite Runde... ja, auch toll... keine Quetschung.... Dritte Runde... würde es jetzt nicht langsam Zeit für einen KO? Nö... er lässt sich Zeit... und, wir sehen genau hin... ist der nicht ein wenig weniger tief als die erste Runde? Vierte Runde: Ja... langsam gibt der Schlauch auf, ohne gequetscht zu werden... aber hieer auch wieder... ohh, wir sehen... Oh ja! die Konstruktion des Kandidaten zeigt es: vorne schmal, hinten dick! Letzte Runde: Der Schlauch ist durch: 90 Grad ist erfüllt, aber... wenn wir genau hinsehen, in der Mitte weit höher als am Rand! Liegt an der Konstruktion. Nicht ganz in der gefragten Schnittfläche: In der Mitte ist ein "Hügel"! Ob das gut ist? Und das hat lang gedauert.
Rohrschneider.jpg
Vierte Runde: Das Skalpell: Ohhh, das ging schnell! Der Schlauch hatte gar keine Möglichkeit sich zu quetschen! Das müssen wir in der Zeitlupe sehen. Wir haben, das mag unfair sein, eine Führe genommen. Um eine genaue Länge abzuschneiden und eine 90 Grad Lehre, die schon Cutty nahm.
skalpell.jpg
Und nun die Bonusrunde: Der Spezialist im Schlauschschneiden: Mit zwei Klingen kommt er daher.. und ... vielleicht nicht in den Milisekunden vom Skalpell, in der Not genau so schnell... Ohhh, kann man pfeiffen, muss man aber nicht: zwei Klingen, links und rechts, ist das fair? Aber das Ergebnis: Wie schon Marie Antoniette sagen würde: Doppelklinge, doppelt gut!
silver2.jpg

Aber jetzt kommt der Schiedsrichter: der Elfmeter kam nicht genau vom Elfmeterpunkt:
Beschämt gehen Rohrschneider und der Spezialist weg, Klippy lacht sich eh einen.
Fazit, meines Erachtens:
Es gibt m.E. genau zwei sehr gute Möglichkeiten:
Das Skalpell und der Spezialist:
Das Skalpell benötigt meines Erachtens deutlich eine Lehre um gerade zu sein. Aber die kann man sich nötigenfalls genau ausdrucken und hat dann Länge und 90 Grad zusammen. Der Spezialist ist super genau 90 Grad, wenn man nicht gerade in 1/100 Sekunde schneiden will... Aber man hat keine genaue Lehre, was die Länge betrifft. Vieleicht kann ein superscharfes Thai-Messer für 2 Euro dem Skalpell das Wasser reichen, könnte m.E. klappen. Kann man auch sonst gebrauchen.. Ach ja, und über die verschiedenen Skalpell-Winkel könnte man auch noch experimentieren...
Gute Schnitte,
Andreas
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#2

Beitrag von Kanga » Sa 16. Feb 2019, 09:39


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#3

Beitrag von th33xitus » Sa 16. Feb 2019, 09:55

Dann zeig mal damit gemachte Schnitte bevor du sowas empfiehlst ;)

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#4

Beitrag von AndreasThaler » Sa 16. Feb 2019, 12:36

Hmmm, wenn ich überlege, dass der Schlauchschneider 5,5 Euronen kostet und ich die verbaute Klinge und Schräubchen evtl. auch kaufen muss. Dazu kommt Druckzeit und Aufbau. Zudem der Schlauchschneider versatiler (ich liebe dieses Wort) ist. Aber sicher nett. So schlecht wird der nicht schneiden. Aber bitte, mache eine "Bonusrunde" mit Bild.
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#5

Beitrag von Kanga » So 17. Feb 2019, 12:29

th33xitus hat geschrieben:
Sa 16. Feb 2019, 09:55
Dann zeig mal damit gemachte Schnitte bevor du sowas empfiehlst ;)
Mach ich doch gerne ... andere für sich arbeiten lassen, jaja ... :lol:

Meine weitläufigen Untersuchungen wurden mit einem aus Abfallmaterial selbstgebauten Cutter durchgeführt. Kosten für dieses komplizierte Gerät: keine!
Aber betrachten wir doch erst einmal das Foto:
IMG_4699.jpg
Das linke Exemplar eines Schrumpfschlauchs - der Schrumpfkoeffizient tut jetzt nichts zur Sache - zeigt einen absolut rechtwinkeligen sauberen Schnitt. So soll es sein, da freut sich der Anwender und arbeitet gerne weiter.
Beim zweiten mittleren Versuch wurde das Opfer Testexemplar im 45°-Winkel gekürzt. Es zeigen sich schon kleinere Fasern, die aber unter einem leistungsfähigen Mikroskop leicht zu entfernen sein sollten. Beim Abfallmaterial bitte auf die Umweltbestimmungen achten.
Der dritte Schnitt an dem weissen ABS-Material lässt Beklommenheit entstehen. Solch unschöne Ränder sind nicht zu akzeptieren. An einer Lösung dazu werde ich selbstverständlich intensiv arbeiten.

Soweit aus dem Testlabor, ich gebe zurück an th33xitus ...
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#6

Beitrag von 7eggert » So 17. Feb 2019, 13:59

Wenn Einer arbeiten kann oder auf der anderen Seite 1001 Leute 1001 mal die gleiche Arbeit machen müßten, dann macht Eines von Beiden Sinn.
Befolge niemals Ratschläge aus Foren, wenn Du sie nicht verstehst. Frag nach.
Meine Aussagen treffe ich nach meinem Wissensstand, kann aber darüber hinaus sowie für Flüchtigkeitsfehler und Irrtümer keine Haftung übernehmen.

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#7

Beitrag von riff-raff » Mi 20. Feb 2019, 19:59

Für Fasen wie sie am e3d V6 und Clones benötigt werden kann ich PTFE tube 45° beveling jig empfehlen
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